letztes update: 23. Mai 2013
Mode & Accessoires

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Kreativer Wahnsinn für die Nase

Die Düfte von Nasomatto sprengen die Grenzen des Gewöhnlichen

An diesem Mann hätten Patrick Süskind und Tom Tykwer ihre wahre Freude. Ähnlich wie die Roman- und Filmfigur aus Das Parfum ist auch der italienische Parfümeur Alessandro Gualtieri ein zurückhaltender Mensch und ein leidenschaftlicher Kreateur außergewöhnlicher Düfte. Beide Eigenschaften brachten dem feinsinnigen Avantgardisten, der hinter dem Duftlabel Nasomatto steht, einen weiteren Vergleich ein: Den mit Graffitikünstler Banksy, der es meisterhaft versteht, sich den Medien zu entziehen. Dabei sind die Parfüms von Nasomatto alles außer vergleichbar und ihr genialer Kreateur hat keinerlei Grund, sich zu verstecken.

Nasomatto

Schon die Namen der bislang neun Nasomatto-Duftnoten verheißen Ungewöhnliches: Gualtieri nennt sie Absinth, Black Afgano oder Pardon – und kreiert mit ihnen Riecherlebnisse von außergewöhnlicher Exzentrik. In stilvolle Flakons zu je 30 ml abgefüllt sprechen sie Menschen an, die starke Emotionen instinktiv mit ihrem „Urwerkzeug“, dem Geruchssinn, erleben. Schließlich hat der Italiener, der seine Ausbildung zum Parfümeur übrigens in Deutschland absolvierte, sein Label nicht umsonst verrückte Nase (naso matto) genannt.

Seine Düfte sind mehr als Parfüms, sie sind olfaktorische Konzepte, die den essenziellen Wesensformen des Menschen entsprechen. Während Duro männliche Anziehungskraft und Narcotic Venus weibliche Sinnlichkeit verkörpert, ist Hindu Grass dem universellen Frieden und Absinth den Momenten des Wahnsinns gewidmet. Nichts scheint Alessandro Gualtieri ungewöhnlich genug, um es nicht als Geruch festzuhalten.

Nur eines ist dem scheuen Italiener fremd: Zugeständnisse an den Massengeschmack macht er nicht.

Nasomatto