letztes update: 21. Mai 2013
Sport & Freizeit

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Innovation statt Revolution

In der 7. Generation: der neue Mercedes-Benz SL

Mercedes-Benz SL

In der Automobilwelt, die durch immer kürzere Modellzyklen und häufigere -wechsel geprägt ist, sind Konstanten umso wichtiger aber auch immer seltener geworden. Wie ein Fels in der Brandung wirkt da der Mercedes-Benz SL, der wie kaum ein anderer Wagen automobile Tradition verkörpert. Den Grundstein der 60-jährigen Erfolgsgeschichte bildete 1952 der erfolgreiche 300 Super Leicht Rennwagen. Zwei Jahre später folgte der legendäre 300 SL Flügeltürer mit Straßenzulassung; dessen Roadster-Version prägte nachhaltig das Bild eines sportlichen wie zugleich luxuriösen Cabriolets.

Mercedes-Benz SL

Tradition und Moderne
Die Vorstellung eines neuen SL ist somit ein besonderes Ereignis. Für die siebte Generation haben die Stuttgarter gleich zu Jahresbeginn die Autoshow in Detroit als passenden Rahmen gewählt. Dort werden die Meinungen sicher auseinander gehen, ob die neue Formensprache mit stilistischen Elementen des Mercedes-Beau CLS gelungen ist und der intern genannte R 231 die Tradition seiner Vorgänger fortsetzen kann. Mercedes-Chef Dr. Zetsche zeigt sich selbstsicher: „Es gibt rund 900 Millionen Autos auf der Welt und tausende Modelle. Aber es gibt nur eine Handvoll Autoikonen. Unser SL ist eine davon: Er hat Klasse, er hat Stil, er ist Komfort und Luxus pur. Aber er verbindet das alles mit einer unglaublichen Sportlichkeit und Dynamik.“

Mercedes-Benz SL

Zwei Weltpremieren
Typisch Mercedes, ist der SL mit zahlreichen Sicherheits- und Assistenzsystemen ausgestattet. Ganz neu sind das Frontbasssystem, das selbst bei offenem Auto mit knackigen Bässen Konzertsaalatmosphäre verbreiten soll, und Magic Vision Control. Das neuartige Wisch-Wasch-System bringt Wasser direkt über das Wischerblatt (gegen Aufpreis beheizbar) direkt vor die Wischlippe auf die Frontscheibe. Das verspricht einen optimalen Reinigungseffekt und verhindert Sichtbehinderungen oder eine unfreiwillige Dusche bei geöffnetem Dach. Das mehrteilige Hardtop verschwindet wie bei den Vorgängermodellen per Knopfdruck im Kofferraum. Zu den bekannten Varianten mit Lackierung in Wagenfarbe oder mit Glasdach kommt noch Magic Sky Control hinzu. Wie bereits im kleinen Bruder SLK lässt sich beim SL damit nun ebenfalls die Transparenz des gläsernen Mittelteiles stufenlos variieren.

Mercedes-Benz SL

Leichter, stärker und sparsamer
Während bei den Dachrahmen superleichtes Magnesium zum Einsatz kommt, ist der SL aus Gewichtsgründen zum größten Teil aus Alu gefertigt. So wiegt er bis zu 140 kg weniger als der Vorgänger. Der Alu-Rohrrahmen bringt Vorteile in Sachen Verwindungssteifigkeit, Komfort und Sicherheit. Davon soll die Fahrdynamik profitieren und – ohne den Komfort zu vernachlässigen – mehr Sportlichkeit bieten.

Passend dazu produziert bereits die Einstiegsversion SL 350 mit Sechszylinder 306 PS und der V8 im SL 500 packt mit 435 PS noch ein paar Pferdchen oben drauf. Bei besseren Fahrleistungen verbrauchen beide Triebwerke mit Start-Stop-Funktion und optimierter 7-Gang-Automaik bis zu 30 Prozent weniger. Später folgen V12- und AMG-Versionen mit mehr als 500 PS. Diese werden preislich deutlich über den Grundpreisen von 93.534 Euro (SL 350) respektive 117.096 Euro (SL 500) zum Marktstart im Frühjahr liegen.

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