letztes update: 20. Mai 2013
Uhren & Schmuck

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Hier wird dazwischen gefunkt

Zeitmesser mit Funktechnologie

Funkuhren regeln die Zeitanzeige auf Bahnhöfen, an Flughäfen und überall dort, wo es auf Präzision ankommt. Technisch gesehen basieren sie auf dem Langwellen-Zeitsignal einer Sendestation, den eine im Uhren- gehäuse integrierte Antenne empfängt. In Deutschland versorgt der Zeitsignalsender DCF77, der in Mainflingen bei Frankfurt steht, die funkgesteuerten Uhren mit der aktuellen Zeit. Er ist mit der Atomuhr der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig verbunden, die die Zeit mit einer Genauigkeit von nur einer Sekunde Abweichung pro 100.000 Jahren misst. Die Reichweite des DCF77 liegt bei circa 1.500 Kilometern.

Eine Funkuhr synchronisiert sich zwischen zwei und drei Uhr nachts, indem der Empfänger geöffnet wird. Dabei wird nicht nur die Zeitanzeige geprüft und gegebenenfalls korrigiert, sondern auch das Datum. Die Umstellung von Sommer- und Winterzeit erfolgt ebenfalls automatisch. Sollte die Funkuhr keinen Empfang haben, läuft sie präzise wie eine Quarzuhr.

Ein Vorreiter auf dem Gebiet der Funkuhren-Technologie ist Junghans. 1990 stellt das Unternehmen mit der Mega 1 die erste digitale Funkuhr für das Handgelenk vor, drei Jahre später die erste Funk-Solaruhr. 2004 entwickelt Junghans ein Multifrequenzwerk, das mehrere Zeitsprachen lesen kann und sich auf Reisen automatisch mit einem anderen Zeitzeichensender synchronisiert. Die Mega Futura ist eine Weiterentwicklung in betont futuristischem Design.

Seiko hat sich ebenfalls um die Funktechnologie verdient gemacht. 2005 stellt das japanische Unternehmen die erste 3-Band-Funkuhr vor, die Zeitsignale auf drei Kontinenten empfangen kann. Außerdem hat Seiko ein spezielles Display entwickelt, das eine gestochen klare Anzeige ermöglicht.

Die sogenannte Active-Matrix-EPD-Technologie erlaubt erweiterte Programmiermöglichkeiten zur Darstellung von Ziffern, Texten und Grafiken auf dem Display, das mit 80.000 Pixel eine Auflösung von 300 ppi besitzt. Bei der SDGL001, einer solarangetriebenen Funkuhr, zeigt sie neben der Zeit die Weltzeit in 32 Städten sowie weitere kalendarische Informationen an. Sie kostet 890 Euro.

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