Nicht nur für Fashion Victims: Die neue Biografie über Alexander McQueen
Nicht nur für Fashion Victims: Die neue Biografie über Alexander McQueen
Die Neuerscheinung Alexander McQueen ist die Geschichte eines Menschen, der mit außerordentlicher Kreativität gesegnet war. Geschrieben von Judith Watt (Leiterin der Modegeschichte-Abteilung am Londoner Central Saint Martins College of Art and Design), gleicht das Buch einer Hommage an den 2010 verstorbenen Designer, der durch seine transgressive Vision die Modewelt revolutionierte.
In sechs Kapiteln erzählt Watt die Etappen einer außergewöhnlichen Karriere: von der Schneiderlehre bei Anderson&Sheppard in der Savile Row bis hin zu seiner letzten, spektakulären Angels & Demons-Kollektion, die erst nach seinem Tod gezeigt wurde.
Die neue Handtaschenkollektion Art Edition – eine Zusammenarbeit von AIGNER und Shinpei Naito
Die neue Handtaschenkollektion Art Edition – eine Zusammenarbeit von AIGNER und Shinpei Naito
Die Modewelt liebt das schrille und bunte Genie japanischer Künstler. Und wo die Liebe herrscht, entstehen meistens auch eingespielte Partnerschaften. So hat jene zwischen Louis Vuitton und Yayoi Kusama, der Königin der Polka Dots und einem der bedeutendsten Namen aus der modernen Kunstszene Japans, dieses Jahr für Furore gesorgt und wird sicherlich als Mode-Highlight 2012 in Erinnerung bleiben. Aber auch deutsche Luxusmarken lassen sich derzeit von der Kreativität aus dem Land der Kirschblüten verführen. Das zeigt die neue Art Edition vom Münchner Traditionshaus AIGNER.
Wenn die Bühne zum Laufsteg wird
Jahrelang hat der französische Haute-Couture-Designer Christian Lacroix mit seinen Modenschauen den Laufsteg in eine Bühne verwandelt und jede Saison aufs Neue ein prächtiges Modespektakel geliefert. Protagonist dabei war immer die unverwechselbare Opulenz seiner Kleider, die mit ihren dramatischen Schnitten und verspielten Details an Theaterkostüme erinnerten.
So überrascht es nicht, dass sich Monsieur Lacroix in den letzten Jahren als erfolgreicher Kostümbildner neu erfunden hat, nachdem 2009 sein Modehaus infolge der Wirtschaftskrise Insovenz anmelden musste. Schon als Modeunternehmer hatte er seine eigentliche Berufung entdeckt und nebenbei immer wieder spektakuläre Kostüme für Filme, Theater und Opern geschneidert.
City-Chic
„Kreativität kann man nicht lernen. Entweder hat man diese Gabe oder eben nicht.“ Designerin Anne-Christin Hofmann weiß, wovon sie redet. Sinn für Ästhetik und schöpferisches Talent wurden der Gründerin des Accessoires-Labels Gretchen in keinem Modekurs beigebracht – es ist ihr angeboren. So wie ihre Leidenschaft für Leder, die man als Familienerbe bezeichnen kann.
Ihr Uhrgroßvater Otto Kessler war der Gründer der gleichnamigen Handschuhmanufaktur, die mittlerweile von Anne-Christins Vater geführt wird. Für die Familienfirma hatte Hofmann schon unzählige Handschuhmodelle kreiert, aber bei diesem von der Form her vorgegebenem Accessoire konnte sich ihr kreativer Geist nur bedingt austoben. In ihrer Vorstellung lebten skulpturale und avantgardistische Linien, die nur drauf warteten, in stilvolle Taschen verwandelt zu werden.
Gummi geben
Gummistiefel sorgen nicht nur bei schlechtem Wetter für gute Laune
Was verbindet den amerikanischen Chemiker Charles Goodyear mit dem englischen Topmodel Kate Moss? Ist doch klar: ein Paar Gummistiefel. 1839 gelang es dem Pionier Goodyear, Kautschuk durch Vulkanisation in Gummi zu verwandeln und somit die Schuhindustrie zu revolutionieren. Ab da hieß es: „Schluss mit nassen Füssen!“ Die ersten Gummistiefel waren so robust und wasserdicht, dass sie schnell als unverzichtbarer Begleiter fungierten – bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Sport.
Nur die Optik ließ lange zu wünschen übrig. Im Jahr 2005 fand schließlich im britischen Glastonbury ein Rockfestival statt, auf dem auch Stilikone Kate Moss zugegen war. Ihre Fußbekleidung: schwarze Gummistiefeln der schottischen Marke Hunter, dazu äußerst knappe Shorts und eine Weste. Das Foto von Moss in ihrem gelungenen Ensemble landete in den folgenden Tagen in jedem Modemagazin.
Durchblick
Sonnenbrillen von Lunor
Gernot Lindner hatte eine Leidenschaft: Er sammelt Brillen. Dermaßen von der Handwerkskunst der Brillenmacher begeistert, reichte ihm aber irgendwann seine große Sammlung von Exponaten aus der Zeit zwischen 1650 und 1950 nicht mehr aus – er wollte selbst Brillen produzieren.
Folglich gründete er 1991 LUNOR, die in wenigen Jahren zu einem beliebten Nischenlabel mit Geheimtipp-Ruf avancierte. Im Gegensatz zu großen Herstellern, die für Modelabels Massenware produzieren und deren Kreationen durch extravagante Designs und auffällige Farben bestechen, setzt Lindner auf minimalistischen Retro-Stil und Handmade-Qualität.
Odeurs des Extraordinären
Exquisite Nischenparfums sind der neue Trend im umkämpften Düfte-Markt
Manchmal sind amerikanische Namensgebungen für neue Produkte weitaus aussagekräftiger als ihre deutschen Pendants. Das gilt besonders für die hierzulande „Nischendüfte“ getauften Parfums.
Denn die Bezeichnung Indic Scent (Abkürzung für Independent Scent) verrät schon, dass diese Odeurs von Konzernunabhängigen Herstellern komponiert werden.
Genauer gesagt von kleinen, privaten Manufakturen, die ihre Kreationen nach alter Handwerkskunst zusammenstellen – in vergleichsweise kleiner Auflage und mit hohen Zutatenkosten, da sie bei ihren Düften deutlich mehr natürliche Rohstoffe (im Schnitt zwei Drittel des Basisextrakts, der anschließend mit Alkohol und Wasser gemischt wird) als die Kollegen der großen Häuser (ein Drittel) verarbeiten.
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